Ordnungscoach als Beruf - Einblicke in den Arbeitssalltag


Der Beruf des Ordnungscoaches ist in Deutschland noch sehr neu und häufig müssen wir den Leuten erst erklären was wir genau machen. In Amerika gibt es diese Jobs schon sehr viel länger. Auch in Japan ist das Thema stark verbreitet. Die Ikonen Martha Stewart und Marie Kondo haben natürlich einen Großteil dazu beigetragen. Als ich zum ersten Mal einen Professional Organizer getroffen habe, dachte auch ich zu Beginn: Wie? Damit kann man Geld verdienen? Naja und was soll ich sagen: Ja, kann man! Und die Nachfrage wächst stetig von Tag zu Tag! Je bekannter der Job, desto mehr Leute holen sich eben diese Unterstützung nach Hause. Viele Leute haben schlichtweg einfach nicht die Zeit oder den Nerv dazu selber Ordnung zu schaffen oder sind mit ihrem Chaos überfordert. In so vielen Bereichen holen wir uns doch heutzutage Unterstützung - sei es von Kinderbetreuung, über den Gärtner hin zur Haushaltshilfe. Warum also auch nicht dafür, um eine langfristige Ordnung mit System zu etablieren?

Und genau dabei wollen wir unseren Kunden helfen. Der Grundgedanke dahinter ist, dass jedes Teil im Haushalt einen festen Platz haben soll. So spart man langfristig Zeit, Geld und Nerven. Man muss nicht lange Suchen und kann in einem ordentlichen Umfeld leben.

Der Arbeitsalltag eines Ordnungscoaches sieht dabei immer wieder unterschiedlich und dennoch ähnlich aus. Natürlich ist jedes Projekt und jeder Kunde einzigartig und wir müssen eine individuelle Lösung finden.


Das Erstgespräch

Am Anfang eines Ordnungsprojekts steht immer das Erstgespräch mit dem Kunden. Dieses kann direkt beim Kunden vor Ort oder oft auch online stattfinden. Hier wird sich erstmal ein erster Eindruck und Überblick über die Problemzone verschafft. Vielleicht gibt es schon bereits funktionierende Systeme im Haus? Hat der Kunde eventuell schon irgendwo angefangen Lebensmittel umzufüllen? Soll etwas unbedingt beibehalten oder beachtet werden? Aus diesen und einigen anderen Fragestellungen wird dann eine konkrete Zielvorstellung definiert und dem Kunden ein Angebot formuliert. Anschließend werden natürlich der Raum und alle Schränke genau ausgemessen und der Inhalt fotografiert, um anschließend eine detaillierte Planung erstellen zu können.


Die Feinplanung

Bei der Feinplanung ist es extrem wichtig genau zu überlegen, wo welches Teil vielleicht sinnvoller aufbewahrt werden könnte und mit welchen zusätzlichen Hilfsmitteln wir hier ein Ordnungssystem etablieren können. Ein bisschen wie Schach spielen - man muss viele Züge vorausdenken. Die Planung sollte unter Beachtung aller Kunden- und Zielvorgaben nach bestem Wissen erstellt werden und abschließend nochmal vom Kunden abgesegnet werden, bevor es ans Bestellen der Organizer geht.


Die Umsetzung

Endlich geht es an die Umsetzung beim Kunden. Hier wird zunächst erstmal alles, und ja wir meinen wirklich alles, ausgeräumt, um wirklich genau sehen zu können, was sich alles in den Schränken verbirgt. Hier wird in den meisten Fällen auch einiges aussortiert und dann bilden wir Kategorien und schaffen feste Plätze für alle Gegenstände.


Die Arbeit davor, danach und dazwischen: das Home Office

Wenn dann alles endlich schön und ordentlich beim Kunden ist, ist die Arbeit für den Ordnungscoach allerdings noch nicht getan.


Die Arbeit mit dem Kunden ist der eine Teil, doch der größere Teil der Arbeit besteht in den Dingen, die drumherum erledigt werden müssen.


Die Arbeit teilt sich in ca. 40% Arbeit mit dem Kunden und 60% Arbeit im Home Office auf.

Da wir oft mehr Ordnungsprodukte zum Kunden mitnehmen als benötigt (um vor Ort flexibel zu bleiben und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein), müssen die übergebliebenen Produkte im Anschluss wieder retourniert werden. Die finale Rechnung muss kalkuliert werden und auch die Buchführung über Ausgaben und Einnahmen möchte gepflegt werden.


Neben kundenspezifischen Aufgaben stehen auch allgemeine Aufgaben wie Homepage und Social Media Pflege, Mails, Steuern, Netzwerken und Marketing an. Als Ordnungscoach hat man eben ein selbstständiges Business zu führen und muss sich um alle Aspekte kümmern.

Das Schöne daran ist aber die Flexibilität und die Möglichkeit der freien Zeitein-teilung, die mit einer Selbstständigkeit einhergeht. Du bestimmst die Regeln!

Du entscheidest, an was du arbeiten möchtest, welche Services du deinen Kunden anbietest und wie viel Zeit du dem ganzen zur Verfügung stellen möchtest.


Hier in der Akademie der Ordnung kannst du die Ausbildung zum zertifizierten Ordnungscoach machen und entscheidest dabei ganz alleine, wie lange du dafür benötigst. Nach und nach werden die Themeninhalte freigeschaltet und du kannst alles in deinem Tempo durcharbeiten und währenddessen dein Business aufbauen.


Ich freue mich, wenn du Lust hast dabei zu sein und Teil der AO Familie zu werden. 😀


Deine Isabella